Zeitgeschichte

Als es noch keine Kühlanlagen gab, lagerte die Spitalbrauerei das Bier in tiefen Kellergewölben. Deren Kühleffekt wurde durch Beschattung und Eiseinlagerung verstärkt. In der Winterzeit brach man das dazu erforderliche Eis aus nahen Gewässern. Kastanienbäume wurden zur Beschattung der Keller gepflanzt, da sie zusätzlich vor Erwärmung schützten. Am Fuß des Dreifaltigkeitsberges reihte sich früher ein Bierkeller an den anderen. Einst waren hier die besten Weinberglagen von Regensburg. Und hoch über dem Spitalkeller lag im 13 Jahrhundert die bayerische Zwingburg Landskron; ein Name der die Ziele des Bayernherzogs Ludwig des Strengen verrät. Regensburg sollte seine Hauptstadt werden. Die Bierkeller des Katharinenspitals lagen im Mittelalter an der Steinernen Brücke, später auch inmitten der Reichsstadt. Nachdem Regensburg 1810 bayerisch geworden war, nutzte das Spital die Keller im benachbarten Steinweg. Der vermutlich 1795 erbaute Strasserkeller ( Spitalkeller ) war ursprünglich im Besitz des Stifts Niedermünster und kam nach der Säkularisation (1803) in Privatbesitz von Großhändler Schülein-Heydecker. Der verkaufte den sog. Strasserkeller 1868 an das Katharinenspital und dieser war nun der Spitalkeller. Die zunächst geplante Verlagerung der Spitalbrauerei nach Steinweg unterblieb aus Kostengründen, jedoch wurde der Keller auf etwa 50m verlängert. Schmalspurbahn (1883) und Aufzug (1895) erleichterten fortan die Einlagerungen der schweren Eichenfässer. Die Spitalbrauerei gab die Biereinlagerung in den 50er Jahren auf. Da kein weiterer Ausbau erfolgte, blieben die mächtigen Kellergewölbe aus dem 18./19. Jahrhundert im Original erhalten. Eine kurzzeitige Nutzungsänderung erlebten sie in den 60er Jahren zur Lagerung von Bohrkernen der nahen Autobahnbaustelle.

In den tiefen des historischen spitalkellers ( Führung )

Der bayerische Bierkeller als kulturelles Erbe.

Die Spitalbrauerei lagerte einst ihr Bier in einem tiefen Gewölbe im Dreifaltigkeitsberg. Der historische Bierkeller mit darüber liegender Gaststätte, Volksbühne, Fassremise und stattlichem Biergarten hat sich nahezu unverändert über die Jahrhunderte erhalten. Erleben Sie die Welt der Bierkeller, Schankwirte und Sommergäste zu einer Zeit, als Bayern noch Königreich war.

Treffpunkt: Eingang Spitalkeller, Alte Nürnberger Str. 12
Dauer: ca. 60 Minuten (warme Kleidung erforderlich).
Teilnehmerzahl: max. 25 Personen (mehrere Gruppen zeitgleich möglich)

ARCHIV DES ST. KATHARINEN­SPITALS REGENSBURG
AM BRÜCKENFUSS 1–
93059 REGENSBURG
TEL.: +49 (0)941 / 83006-787 ODER -187
FAX: +49 (0)941 / 84368
E-MAIL: 
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Denkmal / Monument Spitalkeller

Denkmal Spitalkeller

In den Tiefen des historischen Spitalkellers Die Spitalbrauerei lagerte einst ihr Bier in einem tiefen Gewölbe im Dreifaltigkeitsberg. Der historische Bierkeller mit darüber liegendem Wirtshaus, Theater, Fassremise und originalem traditionellem Biergarten hat sich nahezu unverändert über die Jahrhunderte erhalten. Erleben Sie die Welt der Bierkeller, Schankwirte und Sommergäste zu einer Zeit, als Bayern noch Königreich war. Führungungen; Dauer ca. 60 Minuten (inkl. Bierverkostung); Gruppen bis 25 Personen (warme Kleidung erforderlich). Gruppe 80 € - English Tour 120 € 

Monument Spitalkeller

Back in the day the Spital brewery storaged it´s beer in the deep catacombs at the Dreifaltigkeitsberg. The historical beerstorage with it´s tavern, theatre, barrel storage and traditionel Beergarden right above remained almost the same over the centuries. Experience the world of beer catacombs, innkeepers and summerguests of a time when Bavaria was still a kingdom. Guided tours for about 60 minutes (incl. Beertasting) Groups up to 25 (warm clothing recommended) Group price for English guided tours 120€


Schindlers Baum

 

Oskar Schindler lebte von 1945 bis 1950 in Regensburg. Zuletzt in der Alten Nürnberger Strasse 25. Durch den Kinofilm „Schindlers Liste“ wurde dieser Mann und sein Mut in die Öffentlichkeit getragen. Er war Stammgast im Spitalkeller und hatte seinen Platz meist unter der Kastanie am Treppenaufgang im Biergarten, bevor er, mit seiner Frau nach Argentinien auswanderte. Er war ein eigenständiger Charakter, der sich erfolgreich gegen die Menschen verachtende Todesmaschinerie stemmte und damit 1200 Menschen das Leben rettete.

„Wer nur einen Menschen rettet, rettet die ganze Welt!“